Donnerstag, 13. Oktober 2005

Römischer Glauben

Die römische Religion war polytheistisch; sie anerkannte daher viele Gottheiten, deren Macht bestimmte Aspekte des menschlichen Lebens betraf. Die Beziehungen der Römer zu diesen Gottheiten waren sehr konkret: Man widmete ihnen Gebete und Opfer; um ihr wollen zu erringen oder ihren Zorn abzuwenden. Die römische Religion vermischte sich von Anfang an mit den Religionen anderer Völker; vor allem der Griechen. Jupiter, Juno und Minerva - der “kapitolinischen Dreiheit“ – wurde auf dem Campidogloio einer der ältesten Tempel geweiht. Typisch Römisch war der Kult der Vesta, der Göttin des häuslichen Herdes ( in ihrem Rundtempel brannte ein heiliges Feuer, das von Priesterinnen, den Vestalinnen, ständig unterhalten wurde). Typisch römisch war auch der Kult des Janus, eines doppelgesichtigen Gottes; ein Antlitz wendete er der Vergangenheit und das andere der Zukunft zu. Weniger mächtig als die großen Götter aber dennoch wichtig waren die primitiven örtlichen Gottheiten der Flüsse, der Felder und der Pflanzen. Später verbreiteten sich in Rom spirituelle Kulte, wie die Verehrung der ägyptischen Göttin Isis oder des persischen Gottes Mithras. Sie fanden trotz der ausgesprochnen Missbilligung durch Augustus viele Anhänger. Insgesamt gibt es 34 Gottheiten:

1. Apollo, Gott der Sonne
2. Juno, Gemahlin des Zeus und Beschützerin der Frauen der Geburten
3. Jupiter, Gott des Donners und des Licht
4. Diana, Göttin des Mondes und der Jagd
5. Victoria, Göttin des Sieges
6. Janus, Gott des Beginns und der Pforten
7. Minerva, Göttin der Weisheit
8. Äskulap, Gott der Medizin
9. Sonnengott, Gott der Sonne
10. Merkur, der Götterbote
11. Venus, Göttin der Liebe und Schönheit
12. Mars, Gott des Krieges
13. Die Laren, die Beschützer des häuslichen Herdes
14. Mithras, der persische Gott der Sonne, der von Militärs verehrt wurde; Statuen von Mithras, der einen Stier tötet wurde im gesamten Römischen Reich gefunden
15. Nereiden, Meeresnymphen, die in einer Höhle auf dem Boden des Ozeans lebten und die Wellen personifizierten
16. Tritonen, Meeresgottheiten
17. Neptun, Gott des Meeres
18. Amphirite, Gemahlin Neptuns und Beschützerin der Meeresbewohner
19. Die Sirenen waren dämonische Wesen: sie lebten auf einer Insel und lockten mit ihrem Gesang die Seeleute zu den Klippen, wo sie Schiffbruch erlitten; dann wurden sie von den Sirenen verschlungen
20. Bacchus, Gott des Weines
21. Ariane, Bacchus` Gemahlin
22. Satyre, Gottheiten der Wälder, der Felder und der Berge
23. Ceres, Göttin der Ernten
24. Faune, Gottheiten der Felder und der Wälder
25. Nymphen, Gottheiten der Bäume und Gewässer
26. Pan, Gott der Felder und Hirten
27. Flora, Göttin der Blumen
28. Die Furien, schreckliche, wilde Göttinnen der Rache, die vor allem von jenen gefürchtet wurden, die Bluttaten beginnen
29. Zerberus, der Dreiköpfige Hund, der den Hades, das Totenreich, bewachte
30. Pluto, Gott der Unterwelt und des Reichtums
31. Proserpina, Gemahlin Plutos und Göttin des Frühlings
32. Charon, der Fährmann, der die Seelen der Toten aus der Welt der Lebenden über den Fluss Styx in den Hades führte
33. Somnus und Mors, die Söhne der Nacht, Gottheiten des Schlafes und des Todes
34. Die Gorgonen, drei Ungeheuer, die die Ängste der Menschen symbolisierten.

Quelle: Lerntippsammlung (leicht abgeändert)

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